Neuigkeiten · Anleitung · 6. Oktober 2026
So liest du das Keltische Kreuz
Zehn Karten, fünf Paare und eine Synthese. Die Anleitung führt durch das Kreuz, den Stab und das Ergebnis – und zeigt, wie man das Jahr vor dir liest.

Das Keltische Kreuz ist die bekannteste klassische Tarot-Legung. Es hat zehn Karten, ist aber nicht zehn einzelne Antworten. Es ist eine Geschichte über eine Sache, erzählt aus zehn Richtungen. Diese Anleitung zeigt, in welcher Reihenfolge du sie betrachtest.
Was du brauchst
- Ein AstroSensus-Konto im Plan Family oder Premium. Das Keltische Kreuz zählt als 2 Legungen des Monatskontingents, und erst eine fertige Deutung verbraucht es.
- Eine Sache, die dich wirklich beschäftigt. Diese Legung wirkt am besten mit einer Frage, nicht mit einem allgemeinen „Was erwartet mich?“.
Schritt für Schritt
- Benenne die Sache. Wähle im Tarot das Keltische Kreuz und schreib in das Feld „Um welche Sache geht es?“ einen Satz, zum Beispiel „Ist ein Jobwechsel jetzt sinnvoll?“. Das Feld ist optional, aber mit ihm wird die Synthese konkreter. Die Frage ändert die Karten nicht.
- Wähle den Zeitraum. Voreingestellt ist der Monat, denn so eine Sache entwickelt sich meist mit der Zeit. Für eine dringende Entscheidung wähle eine Woche, für eine große Veränderung ein Jahr.
- Beginne in der Mitte. Karte 1 ist die Situation: wo die Sache steht. Karte 2 liegt quer darüber – die Herausforderung, das, was die Sache kreuzt. Sie ist nicht immer ein Hindernis; manchmal gibt sie Kraft. Frag dich: Bremst diese Karte die erste oder stärkt sie sie?
- Sieh dir das Kreuz um die Mitte an. Darunter liegt das Fundament (3), die tiefere Ursache. Über der Mitte steht die Möglichkeit (5), die Richtung, in die sich die Sache bewegen kann. Links die Vergangenheit (4), rechts die Nahe Zukunft (6). Das Kreuz spricht über die Sache selbst: woher sie kommt und wohin sie geht.
- Geh zum Stab. Die vier Karten rechts liest man von unten: Deine Haltung (7), Umfeld (8), Hoffnungen und Ängste (9) und Ergebnis (10). Der Stab spricht über die Menschen und Umstände rund um die Sache.
- Lies die Karten paarweise. Die Deutung tut das in eigenen Abschnitten: Situation und Herausforderung (1+2), Fundament und Möglichkeit (3+5), Vergangenheit und nahe Zukunft (4+6), Haltung und Umfeld (7+8), Hoffnungen und Ängste und das Ergebnis (9+10). Ein Paar zeigt, ob sich die Karten stärken, widersprechen oder ob eine der anderen antwortet.
- Achte auf Muster. Mehrere Große Arkana bedeuten, dass die Sache etwas Größeres als den Alltag berührt. Eine vorherrschende Farbe zeigt, wo am meisten geschieht: Kelche stehen für Gefühle, Stäbe für Handeln, Schwerter für Gedanken und Gespräche, Münzen für Arbeit, Geld und Körper. Viele umgekehrte Karten sprechen meist von blockierter oder nach innen gerichteter Energie. Diese Muster zählt die App; die Deutung benennt sie.
- Lies das Ergebnis als Richtung, nicht als Urteil. Karte 10 zeigt, wohin die Sache unter den jetzigen Bedingungen geht. Die Synthese sagt auch, was das ändern kann – meist deine Haltung (7) und die Möglichkeit (5).
Auf dem Handy sind die Karten kleiner, deshalb hat jede eine Nummer, und unter der Legung nennt eine Legende jede Position und Karte. Die Legende funktioniert auch im Modus „Für AstroChat auswählen“.
Wenn sich die Karten widersprechen
Das ist kein Fehler der Legung. Ein Widerspruch zwischen Hoffnungen und Ergebnis oder zwischen Haltung und Umfeld ist oft die wichtigste Information der ganzen Deutung: Er zeigt, wo Wunsch und Geschehen auseinandergehen. Statt die „richtige“ Deutung zu suchen, überleg, welche Seite dir heute näher ist, und frag AstroChat danach.
Das Jahr vor dir
Diese Legung liest man anders. Die dreizehnte Karte, das Thema des Jahres, liegt in der Mitte des Kreises und ist die Linse für alles, deshalb beginnt die Deutung mit ihr. Die zwölf Karten ringsum sind die Monate ab diesem, nicht ab Januar. Lies sie nach Quartalen: Drei Monate nebeneinander sagen mehr als einer. Den ganzen Monat über öffnet sich dieselbe Deutung, du kannst also zu ihr zurückkehren.
Gut zu wissen
Die Karten sind ein Werkzeug zum Nachdenken, keine Prophezeiung. Die Deutung antwortet nicht mit „Ja“ oder „Nein“ und legt nichts fest – sie zeigt Möglichkeiten und das, was es zu bemerken lohnt. Wenn du nicht sicher bist, ob das Keltische Kreuz zu deiner Frage passt, hilft die Anleitung So wählst du die passende Tarot-Legung.
Verfügbar ab dem Plan Family.
Astrologie und Tarot sind Werkzeuge zur Reflexion, keine Vorhersagen von Ereignissen.