Mond und Phasen
Mondphase
Auch bekannt als: MondphasenMondzyklussynodischer MonatLunationzunehmender Mondabnehmender Mond
Eine Mondphase ist ein Abschnitt des synodischen Mondzyklus, vom Neumond über den Vollmond zurück zum Neumond, bestimmt durch den Winkel zwischen Sonne und Mond von der Erde aus gesehen. Ein Zyklus dauert etwa 29,5 Tage.
Der Mond leuchtet nicht selbst. Was wir als seine wechselnde Gestalt sehen, ist die von der Sonne beleuchtete Hälfte, die uns mal mehr, mal weniger zugewandt ist. Steht der Mond in derselben Richtung wie die Sonne, zeigt seine helle Seite von der Erde weg, und es ist Neumond. Steht er der Sonne gegenüber, blickt die ganze beleuchtete Scheibe zu uns, und wir sehen den Vollmond. Alles dazwischen ist eine allmähliche Veränderung dieses Winkels.
Ein vollständiger Zyklus von Neumond zu Neumond heißt synodischer Monat und dauert etwa 29,5 Tage. Er ist länger als der siderische Monat von rund 27,3 Tagen, in dem der Mond an dieselbe Stelle vor dem Sternenhintergrund zurückkehrt. Der Grund: In dieser Zeit wandert auch die Erde auf ihrer Bahn weiter, und der Mond braucht ungefähr zwei zusätzliche Tage, um die Sonne wieder einzuholen.
Die westliche Astrologie teilt den Zyklus meist in acht Phasen, die jeweils etwa 45 Grad Abstand zwischen Sonne und Mond umfassen: Neumond, zunehmende Sichel, erstes Viertel, zunehmender Dreiviertelmond, Vollmond, abnehmender Dreiviertelmond, letztes Viertel und abnehmende Sichel, oft auch Balsamischer Mond genannt. Die erste Hälfte vom Neumond bis zum Vollmond ist der zunehmende Mond, die zweite der abnehmende. Die Viertel markieren die Momente, in denen der Mond 90 Grad von der Sonne entfernt steht, also ein Quadrat bildet.
Symbolisch steht der Neumond für Anfänge und stille Absichten, die Sichel für erste Anstrengung, das erste Viertel für Entscheidungen und Reibung, die zunehmende Phase für das Verfeinern, der Vollmond für Höhepunkt, Sichtbarkeit und manchmal stärkere Gefühle, der abnehmende Dreiviertelmond für das Weitergeben des Gelernten, das letzte Viertel für das Loslassen dessen, was nicht mehr passt, und der Balsamische Mond für Ruhe und Abschluss. Das sind traditionelle Bilder, keine Regeln, und sie lassen sich am besten als Rhythmus statt als Anweisung lesen.
Viele Astrologinnen und Astrologen betrachten auch die Mondphase bei der Geburt. Diese Geburtsmondphase wurde besonders von Dane Rudhyar beschrieben: Wer nahe am Neumond geboren ist, handle eher instinktiv und aus sich heraus, wer nahe am Vollmond geboren ist, sei sich anderer Menschen und von Gegensätzen stärker bewusst. Zur Berechnung genügen die Positionen von Sonne und Mond im Moment der Geburt.
Die vedische Astrologie betrachtet denselben Zyklus anders. Sie teilt den Monat in zwei Hälften, Shukla Paksha, die helle zunehmende Hälfte, und Krishna Paksha, die dunkle abnehmende Hälfte, sowie in dreißig Mondtage, die Tithis. Jedes Tithi entspricht 12 Grad Abstand zwischen Mond und Sonne und spielt im hinduistischen Kalender und bei der Wahl günstiger Zeitpunkte eine wichtige Rolle.
Die Mondphase ist eine einfache, gut beobachtbare astronomische Tatsache. Deshalb eignet sie sich gut als Einstieg in die Astrologie: Sie handelt von Rhythmus, Timing und Reflexion, nicht von Vorhersagen.
Häufige Fragen
Welche Mondphasen gibt es in der Astrologie?
Die westliche Astrologie unterscheidet acht Phasen: Neumond, zunehmende Sichel, erstes Viertel, zunehmender Dreiviertelmond, Vollmond, abnehmender Dreiviertelmond, letztes Viertel und abnehmende Sichel, auch Balsamischer Mond genannt. Jede umfasst etwa 45 Grad des Winkels zwischen Sonne und Mond. Zusammen bilden sie einen Zyklus aus Beginn, Wachstum, Höhepunkt und Loslassen, der als symbolischer Rhythmus dient.
Wie lange dauert ein Mondzyklus?
Ein vollständiger Zyklus von einem Neumond zum nächsten, der synodische Monat, dauert etwa 29,5 Tage. Jede der acht Phasen dauert also ungefähr dreieinhalb bis vier Tage. Weil sich der Mond auf seiner elliptischen Bahn unterschiedlich schnell bewegt, schwanken die genaue Länge der einzelnen Phasen und des ganzen Monats leicht von Zyklus zu Zyklus.
Was bedeutet die Mondphase bei meiner Geburt?
Die Geburtsmondphase beschreibt das Verhältnis von Sonne und Mond zum Zeitpunkt der Geburt. Im Ansatz von Dane Rudhyar steht eine zunehmende Phase eher für Aufbauen und Beginnen, eine abnehmende für Reflektieren, Teilen und Abschließen. Sie ist eine Deutungsebene neben Zeichen, Häusern und Aspekten und beschreibt einen Stil, kein festes Urteil.
Was sind Tithis in der vedischen Astrologie?
Ein Tithi ist ein Mondtag der vedischen Astrologie. Der Monat wird in dreißig Tithis geteilt, jedes entspricht 12 Grad Abstand zwischen Mond und Sonne. Fünfzehn liegen in der hellen Hälfte, Shukla Paksha, fünfzehn in der dunklen, Krishna Paksha. Tithis bilden die Grundlage des hinduistischen Kalenders und der Muhurta, der Wahl günstiger Zeitpunkte.